Camper Nomads Portraits | Alexandra Wiese

von | Dez 4, 2018 | Camper Nomads Portraits, Podcast | 4 Kommentare

Ich bin die Alexandra Wiese. Alex ist aber völlig ausreichend. Ich komme aus dem Sauerland und bin in Meschede aufgewachsen.

Geboren bin ich am 14.11.1991 und bin daher gerade 27 Jahre alt geworden. Ich reise immer alleine. Gründe dafür sind z. B., dass ich die Umwelt sehr viel intensiver wahrnehme, ich viel leichter mit Menschen in Kontakt komme … Außerdem finde ich es sehr entspannend, alleine zu sein. Ich kann mich auf mich konzentrieren, was vielen leider sehr schwer fällt.

Familie habe ich im Sinne von Geschwistern und meiner Mama, Omas etc. Mein Vater ist gestorben als ich 2 Jahre war. Eigene Kinder habe ich nicht.

 

Mein (Um-)Weg in den Campervan

Auf die Räder haben mich mein Beruf, mein Backpackerjahr in Neuseeland und viele grandiose Menschen, die ich getroffen habe, gebracht.

Damals, so bis 22 Jahre, hatte ich auch die Vorstellung, ich muss jetzt meine Ausbildung beenden, in diesem Beruf arbeiten bis ich alt genug bin für die Rente und dabei noch heiraten, Kinder kriegen und Haus bauen. Einfach, weil die Gesellschaft es mir so vorgemacht hat.

 
An diesem Leben ist auch nichts Schlechtes. Schön für die, für die es funktioniert. Tut es für mich aber nicht.
 

@Alex Wiese

Jetzt kommt das große Warum… 

Ich bin Bestatterin. Ich arbeite in diesem Beruf seit ich 14 bin. Erst nur als Praktikantin, nachher als Auszubildende, anschließend als Festangestellte, aber nicht immer am selben Ort.

Es gibt einige Menschen, die wissen, dass sie bald sterben werden. Manche wollen vor dem Tod ihre Beerdigung planen. Somit planen wir auch mit den Sterbenden ihre baldige Beerdigung.
 
Ich habe es unzählige Male erlebt, dass mich ein älterer Mensch an die Hand genommen hat und gesagt hat: „Verschwende dein Leben nicht mit Arbeiten. Ich habe Millionen, immer gearbeitet und jetzt sieh mich an. Ich habe noch ein paar Monate und hatte nichts vom Leben“
Wenn man das ein paar Mal gehört hat, fängt man irgendwann an zu zweifeln.
Ich war nie wirklich im Urlaub. Habe noch nichts von der Welt gesehen und dachte, dass das den Reichen vorbehalten ist.
 
Bis ich dann den Entschluss gefasst habe (nach langer Zeit), nach Neuseeland als Backpacker zu gehen. Das war 2017 im März.  Dort hat sich dann mein ganzes Leben verändert.
 

Mein Neuanfang

Ich will nun die Welt bereisen. Ich brauche keine Komfortzone mehr. Die macht nur träge.

Ich will das Leben spüren und wenn es regnet, will ich in die Pfützen springen und wenn die Sonne scheint, will ich am nächsten Tag den Sonnenbrand auf der Nase spüren.
Du erlebst so unfassbar gute Dinge, wenn du unterwegs bist. Gerade, wenn du alleine bist. So viele Menschen sind offen und herzlich zu dir. Idioten gibt es auch. Aber die gibt es immer überall.
 

Seit März 2017 lebe ich quasi draußen, ob im Van, auf dem Boot oder im Zelt.

Im Februar 2018 war ich wieder in Deutschland, habe mir meinen Van gebaut, in dem ich gewohnt habe, während ich gearbeitet habe.
Ich war auch in Norwegen, Schweden, Dänemark, Österreich, Slowenien, Kroatien und Bosnien.
 

Arbeiten und Alltag

Ich arbeite, wenn es sein muss. Dann kann ich zwar nicht reisen, kann aber trotzdem noch in meinem Van leben und die Gegend erkunden, wo ich gerade bin.
In Deutschland arbeite ich in meiner Qualifikation als Bestatter. In anderen Ländern arbeite ich meist in Jobs, die ich gerade finden kann. Ich arbeite eine Weile, kündige und reise dann wieder bis ein Ort oder Land mir gefällt, wo ich länger leben will und auch Arbeit finde.
 
 
Ein Business on wheels habe ich in dem Sinne nicht. Ich arbeite meist in einfachen Jobs, wenn ich in anderen Ländern bin.
 
Ich will auch nicht sagen, dass Arbeiten grundsätzlich schlecht ist. Nur sollte man nicht sein Leben dafür lassen.

@Alex Wiese

Mein Alltag ist ziemlich entspannt, wenn ich in der Zeit lebe, wo ich nicht arbeite. Ich mache, wonach mir der Sinn steht. Ob es Wandern ist, ein gutes Buch lesen, meine Ukulele spielen, Zeichnen, Yoga …
Ich plane diese Zeit nicht. Es kommt immer anders und das Schicksal bringt mich an ganz fantastische Orte und in tolle Situationen, aus denen ich immer viel lernen kann.

 

 

 

 

 

 

So geht es bei mir weiter

@Alex Wiese

Meine Mama hat einen Bauernhof. Da werde ich ihr im Dezember 18 und Januar 19 helfen müssen. Danach geht das Van-Leben weiter. Ich werde über Indonesien nach Australien reisen. Erstmal zu Fuß und ab Australien im Auto.
 
Mit 13 Jahren war es mein Traum, Bestatterin zu sein. Das bin ich. Neue Ziele werden gesetzt.
Jedoch versuche ich, im Jetzt zu leben und nicht zu sehr in der Zukunft.
Ich bin gerade dabei, mich für ein Fernstudium einzuschreiben, damit ich vielleicht auch irgendwann mal von Zuhause aus, aus meinem Bus raus arbeiten kann.
 
 
 

Was ich noch sagen möchte …

Ich empfehle jedem, der sagt, „ist ja ganz cool, könnt ich aber nicht“, es einfach mal zu machen.
Die Grenzen sind bloß in den Köpfen. Man muss seine eigene Realität erschaffen.
In einem Van zu leben, ist genau so möglich wie in einem Haus. Das Gefühl der Sicherheit, die einem eventuell durch Job o. Ä. gegeben wird, ist meistens auch nur eine Vorstellung, an die man sich klammert.
Ist es 100 % gesagt, dass man niemals gekündigt wird? Und was ist mit der Tatsache, dass viele, viele Menschen gar nicht wirklich glücklich in ihrem Job sind? Ihn aber einfach machen, damit sie das Einkommen bewahren können, weil sie sich evtl. Dinge gekauft haben, die sie sich nicht leisten können. Vielleicht sogar, um sich besser und glücklicher zu fühlen, um das zu kompensieren, was sie gefühlt verpassen.
Ganz nach dem Motto „Von dem Geld, dass wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen“.
Ist es wichtig, der Mensch auf dem Friedhof zu sein, der am meisten verdient hat? Wird da jemand auf der Beerdigung sein, der aufsteht und sagt „Dieser Mann hatte wirklich teure Schuhe“ oder sollte das Leben nicht lieber an dem eigenen Wohl ermessen werden?
 
Geht raus in die Natur, lebt dort und fühlt, worauf es euch ankommt. Denn „Leben reicht“. Die Gesellschaft, die übrigens nicht glücklich ist, sollte euch nicht einreden wie Leben geht. Versucht einen eigenen, neuen Weg. Es gibt hier kein richtig und falsch.

Und auch das sei noch gesagt:

Es ist nicht immer der beste Schlaf oder manchmal habe ich auch keinen Bock, nachts die Schuhe anzuziehen, weil ich mal muss. Aber hey, das Leben hält so viel für dich bereit. Lass dich treiben. Sei draußen. Sei nicht genervt vom Wetter. Sei froh, dass es das Wetter gibt. Sei froh über das, was du bekommst. Ganz nach dem Motto „Leben reicht“. Schätze deine Gesundheit.
 
 

@Alex Wiese

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4 Kommentare

  1. Wirklich t o t a l klasse wie du lebst. Bleib weiter bei dir .Mann kann unter sovielen Mitmenschen einsam sein- aber mit sich selbst nie alleine wenn man in sich ruht.

    Antworten
    • Du sagst es liebe Ulrike.
      Deshalb ist es wichtig auf die Suche nach sich selbst zu gehen und nicht das Glück im Außen zu suchen!
      LG
      Mogli

      Antworten
  2. Schön geschrieben, macht nachdenklich. Manchmal vergisst man im Trott des Alltags, was man eigentlich wollte. Danke fürs Aufrütteln! 💕

    Antworten
    • Hey Mona,
      Vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar. Wir Menschen brauchen eben immer mal wieder Momente oder andere Menschen, die uns aufrütteln, damit wir ins Handeln kommen. Die Gewohnheit macht es uns für eine weitere Entwicklung im so schwer!
      LG
      Mogli

      Antworten

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