Fahrzeug kaputt – und jetzt?

von | Feb 26, 2019 | Podcast | 2 Kommentare

Was macht ihr eigentlich, wenn … | euer Camper kaputt ist?

Als Dauerreisende werden wir oft gefragt, was wir tun, wenn …

  • unser Fahrzeug kaputt ist?
  • wir krank sind?
  • wir keine Lust mehr auf Reisen haben?
  • wir mal alt sind?

Und was machen wir? Wir machen uns zunächst einmal nicht zu viele Sorgen schon vorher, sondern suchen nach einer Lösung, wenn die Situation eintritt. Das gilt für die meisten von uns, unabhängig davon, ob man in einer Wohnung, einem Haus oder einem Fahrzeug lebt. Auch wenn es natürlich einfacher ist, ein kaputtes Fahrzeug in der Werkstatt stehen zu lassen und in eine Wohnung gehen zu können und nicht überlegen zu müssen, wo man denn jetzt arbeiten und schlafen soll.

 Aber wie bei allem im CAMPER NOMADS Life ist auch hier nur etwas Fantasie gefragt und vielleicht ein wenig Organisationsvermögen. Und manchmal muss man auch etwas mehr Zeit einplanen. Aber sonst lässt sich im Grunde alles regeln und das in den meisten Fällen weitaus weniger kompliziert als man es sich vielleicht ausmalt, wenn der Fall noch gar nicht eingetreten ist.

 

Es gibt einfach sooo viele verschiedene Situation und Fälle, die eintreten können, dass es unmöglich ist, diese alle vorherzusehen oder sich gar dafür zu wappnen.

Was wir euch heute mitgeben können, sind ein paar Tipps und Erfahrungen aus der Praxis und natürlich ganz viel Motivation, einfach loszufahren und eure Sorgen und Bedenken hinter euch zu lassen.

Ich bin stecken geblieben. Was nun?

Das ist wohl eine der häufigsten Dinge, die im Leben eines CAMPER NOMAD passieren, vor allem, wenn man viel im Gelände unterwegs ist und das mit nicht allzu geländetauglichen Fahrzeugen.

Und es ist uns allen schon einmal passiert, jeder hat da seine eigene Geschichte dazu, die meist mit wunderbaren neuen Bekanntschaften endet.

Hier erzählt Anja, wie sie mit ihrem 30 Jahre alten Wohnmobil kurz nach Sonnenuntergang an einem menschenleeren Strand in Albanien stecken geblieben ist und wie aus anfänglicher Verzweiflung der beste Abend ihrer gesamten Balkanreise wurde:

Neben dem einsamen Strand gibt es noch viele andere ähnliche Situationen, in denen man sich festfahren kann, sei es in einer Wiese, einem Waldweg oder im Schnee.

Welche Möglichkeiten habe ich, mich und mein Fahrzeug aus dieser Lage zu befreien?

Wenn man selbst nicht entsprechend ausgerüstet ist, kein Allradfahrzeug hat, keine Schaufel, keine Schneeketten oder gar Sandbleche dabei hat, am besten noch allein mit einem größeren Gefährt unterwegs ist, ist man zwangsläufig auf Hilfe von anderen angewiesen.

Und wie kommt man an diese Hilfe?

Das Allerwichtigste ist Reden.

Wie auch sonst im Leben kommt man mit Kommunikation recht schnell recht weit. Egal, wo ihr steht und ob ihr die Sprache könnt: Vor Ort, telefonisch oder im Netz bieten sich viele Möglichkeiten, nach Hilfe zu fragen:

  • Leute ansprechen, die vorbeikommen
  • zum nächsten Haus laufen und fragen
  • Bauer mit Traktor ist immer eine gute Wahl, falls einer in der Nähe ist
  • Familie, Freunde, Bekannte in der Nähe?
  • Facebook-Gruppe Bergehilfe Deutschland – möglichst vorher schon beitreten 😉
  • Abschleppservice anrufen
  • Netzwerk aktivieren: zum Beispiel in der eigenen Facebook-Timeline oder in Gruppen posten und fragen, wer in der Nähe ist und helfen kann – so, wie der Thilo das damals gemacht hat als er sich in der Wiese festgefahren hat – das war eine ziemlich spektakuläre Bergungsaktion: 

Nicht nur in solchen Fällen ist Gemeinschaft extrem wichtig. Wir haben schon immer in kleinen und großen Gemeinschaften gelebt und uns gegenseitig mit unseren Fähigkeiten und Kenntnissen ergänzt und geholfen. In der digitalen Welt ist eine Vernetzung so viel einfacher geworden und die Gemeinschaft dadurch so viel größer.

Eine weitere Panne, die sehr oft passiert und bei der man ähnliche Hilfetechniken anwenden kann, ist die Problematik:

Batterie leer. Was nun?

Auch hier hilft es, zunächst in der näheren Umgebung jemanden zu fragen, ob er einem Starthilfe geben kann. Ist das nicht möglich, weil man wirklich sehr weit weg vom nächsten Ort steht, kann man auch versuchen, sein Fahrzeug selbst wieder zu starten. Am günstigsten ist es natürlich, wenn man dazu entweder in leichter Hanglage steht, um rollen zu können, oder den Camper selbst zu zweit anschieben kann. Wie das je nach Fahrzeug im Detail funktioniert, darüber sollte man auf jeden Fall Bescheid wissen. Oft reicht es schon, dies im Internet zu recherchieren. Wer sicher gehen möchte, ruft am besten den Kfz-Profi seines Vertrauens an und klärt das ab bzw. lässt sich anleiten. Wichtig ist natürlich, das Fahrzeug nicht gleich wieder auszumachen, sondern im Anschluss mindestens eine halbe Stunde laufen zu lassen. Am besten also vor dem Startversuch schon zusammenpacken und das nächste Ziel ansteuern, wenn der Versuch geglückt ist.

Das sind so die kleineren Übel, die passieren können und die auch immer wieder passieren werden. Aber was machen wir, wenn unser Fahrzeug tatsächlich nicht mehr verkehrstüchtig ist, repariert werden muss, innen im Camper ein größerer Schaden zu beheben ist oder einen Unfallschaden erlitten hat? Sofern wir nicht selbst in der Lage sind, das Fahrzeug zu reparieren, heißt es:

Ab in die Werkstatt. Und jetzt?

Auch hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten, ohne sich gleich ins teuerste Hotel um die Ecke einmieten zu müssen. Natürlich kommt es darauf an, ob man irgendwo in der Nähe ist, wo man Leute kennt oder ganz weit weg, wo man nicht bei Freunden Unterschlupf findet. Ob man die Sprache des bereisten Landes kennt, spielt meistens keine so große Rolle, da die Situation meist klar ist und man sich hier auch mit Hilfe von Gestik und Mimik artikulieren kann.

Das Problem ist ja meistens, dass das Auto sowohl Schlaf- als auch Arbeitsplatz ist. Aber auch hier kann man ruhig ein bisschen erfinderisch sein. 

Wenn also das Auto für längere Zeit in die Werkstatt muss und man es nicht selbst repariert, gibt es folgende Lösungen (die wir größtenteils selbst bereits erprobt haben):

  • vor Ort bleiben und in einem Büroraum oder Ähnlichem der Werkstatt arbeiten, nachts ggf. in der Nähe der Werkstatt im eigenen Fahrzeug übernachten
  • sich in der Nähe ein Café, Coworking Space oder Ähnliches suchen und dort tagsüber arbeiten, nachts im eigenen Fahrzeug schlafen
  • Familie, Freunde, Bekannte fragen, ob man für ein paar Tage unterkommen kann
  • eine Pension oder Ähnliches (z. B. AirBnB) suchen und für ein paar Tage buchen
  • auf Facebook/Instagram bzw. in Facebook-Gruppen fragen, ob jemand einen Schlafplatz hat
  • die Leute von der Werkstatt fragen, ob sie einen Tipp für eine günstige Unterkunft in der Nähe haben
  • ein Auto oder einen Camper mieten – eine sicherlich nicht ganz so günstige Variante, aber eine Möglichkeit, um mobil zu sein
  • falls man den Abschleppservice gerufen hat und der das Auto in eine Werkstatt bringt und man entsprechend versichert ist, übernimmt dieser Dienst auch entsprechend die notwendigen Übernachtungen z. B. im Hotel oder in einem Mobilheim auf einem Campingplatz
  • WELCHE MÖGLICHKEIT KENNST DU ODER HAST DU SCHON ERPROBT?

 

Wie ihr seht, sind das Wichtigste in JEDER Situation, Kommunikation und ein gutes Netzwerk. Geht auf andere Menschen zu, die meisten sind – völlig unabhängig von der Nation – sehr viel hilfsbereiter als man sich vielleicht denkt. Vertraut darauf, dass sich immer eine Lösung finden wird, ihr seid nicht allein, aber ihr müsst euch bemerkbar machen und wenn sie euch nicht von selbst angeboten wird, aktiv um Hilfe fragen.

Wir wünschen euch natürlich, dass stets alles glatt läuft und euer Fahrzeug euch nie im Stich lässt, aber falls doch, habt ihr jetzt auf jeden Fall ein paar Tipps im Hinterkopf.

 

Welche Ideen und eigenen Erfahrungen hast du noch dazu? Lass es uns wissen! 

 

 

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2 Kommentare

  1. Mein Wohnmobil musste unerwartet drei Tage in der Werkstatt bleiben, fernab von Familie oder Freunden. Ich hatte das große Glück, dass man mir angeboten hat, die Zeit in einem Mietcamper auf dem Hof schlafen zu können. Das nenne ich Kundenorientierung! ♡

    Antworten
    • Hi Britta,

      das ist wirklich super mit dem Mietcamper. So etwas kann man einfach nicht vorher planen, das passiert 🙂

      Danke, dass du deine Erfahrung geteilt hast.

      Anja

      Antworten

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  1. Real Talk: Das Leben als CAMPER NOMADE - So sch … ist es wirklich! | Camper Nomads - […] parat 😉 Und wie wir uns da zu helfen wissen, haben wir schon einmal in unserer Podcastfolge „Fahrzeug kaputt…

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