Vom Burnout über Persönlichkeitsentwicklung zum Social Media Manager

Vom Burnout über Persönlichkeitsentwicklung zum Social Media Manager

Tobias Frommelt – Social Media Manager und E-Tutor

Hallo, ich bin Tobias und lebe seit August 2019 zusammen mit meiner Lebensgefährtin Alexandra und unserer Hündin Lucy ausschließlich im Wohnmobil. 

Zurzeit stehen, leben und arbeiten wir viel in Spanien und ich bin wirklich verliebt in die Provinz Andalusien. Die Mentalität der Menschen, die unglaublich schöne Natur und die Möglichkeiten zum freien Stehen sind hier besonders, vor allem nach einem harten Winter, mitten im Corona-Lockdown, in der früheren Wahlheimat Bayern.

Als Kind der frühen 1970er Jahre gehöre ich sicherlich zu den älteren Eisen der digitalen Nomaden. Das passiert, wenn man zu lange seine Träume träumt, statt sie zu leben. Aber besser spät als nie! Bei mir brauchte es eine größere emotionale und körperliche Krise, manche nennen es Burn-Out oder Depression, um zu erkennen, was mir wirklich wichtig ist. 

Ich liebe es zu sehen, welche Möglichkeiten sich den Menschen heute bieten, ihr Geld zu verdienen und trotzdem ihre Freiheit und den Drang nach alternativen Lebensformen nachzugehen.

Ich betreibe eine kleine Agentur als Freelancer und bin spezialisiert auf Social Media Management für kleine und mittelständische Unternehmen, Unternehmensberatung und Content Erstellung. 

Wie ich zum Social Media Manager wurde? 

Im früheren Leben gehörte ich eher zu den klassischen Managertypen, goldene Lufthansa Senatorkarte, Leben zwischen Businesslounge und Businessclass im Flieger, um meine Kunden der weltweiten Automobilindustrie zu betreuen und neue Geschäfte zu akquirieren. Das ging solange gut, bis es eben nicht mehr ging und ich etwa ein Jahr brauchte, um wieder auf die Füße zu kommen. 

Meinem Traum und Hobby folgend, gründete ich im Januar 2020 eine kleine Firma, die geführte Motorrad-Gespanntouren in Europa anbietet. In dem Zuge erfolgte auch die Entscheidung, dauerhaft im Wohnmobil zu leben und aus der Spirale des Konsums als Ersatzbefriedigung rauszukommen. 

Doch auch das war erstmal nicht von Erfolg gekrönt, denn schon ab März 2020 kam der erste Lockdown und die Grenzen wurden für den Tourismus geschlossen. Die Banken waren die ersten, die einen sofortigen Rückzug der Finanzierung meines Vorhabens angetreten haben. Was mir aber wirklich dabei Spaß gemacht hat, war die Online Werbung für die Touren!

Sollte ich also wieder alles aufgeben und zurück in meinen alten Job? 

Die Entscheidung: Ich werde Social Media Manager

In mich gehend und meine Stärken und Schwächen analysierend, bin ich zum Schluss gekommen, dass ich meine langjährigen Erfahrungen im Vertrieb mit den Möglichkeiten der sozialen Medien verbinden möchte. Dann habe ich mich entschlossen, meine bisherigen Kenntnisse aus der Vermarktung der Gespanntouren durch eine fundierte Ausbildung zum Social Media Manager (IHK) abzurunden.

Jede Krise ist also auch eine Chance. 

Denn professionelle Strategien für die Auftritte in den Kanälen der sozialen Medien sind nicht nur absolut sinnvoll, sondern derzeit auch sehr gefragt. So habe ich bereits nach kurzer Zeit die ersten Aufträge bekommen, die sich zu langfristigen Betreuungen entwickelt haben. 

Ein weiteres Standbein ist meine Tätigkeit als Dozent und e-Tutor für die Business Academy Ruhr. Hier bilde ich neue Online Marketing und Social Media Manager aus.

Was vermisse ich denn eigentlich so in meinem Leben als Social Media Manager?

Ehrlich? Nicht so viel! Am meisten meine beiden Kinder, die bei ihrer Mama leben und solange wir in Deutschland sind, gerne am Wochenende und in den Ferien zu mir kommen. Inzwischen sind sie zwar in einem Alter, indem sie eh ihr eigenes Ding machen, aber es bleiben immer meine „Kleinen“, die mir immer fehlen werden.

Dann war da noch eine Badewanne…. Alles gut, solange die Thermen und Saunen noch geöffnet waren, denn die meisten haben auch einen angeschlossenen Stellplatz für Wohnmobile. In Pandemiezeiten war das leider nicht möglich. 

Und eine Waschmaschine. Waschsalons sind auch lässig, ich nehme meinen Laptop mit und arbeite einfach dort weiter. Aber manchmal wäre es schon cool, einfach zu Hause eine Maschine anzuschmeißen.

Es war kein einfacher Weg zu meinem Business on Wheels, es gab viele Existenzängste, viele Tränen und harte Arbeit an mir selbst. Doch für die Erfüllung eines Lebenstraums hat es sich gelohnt. 

Während ich diesen Text schreibe, schaue ich aus dem Fenster des Wohnmobils und sehe einen leeren Strand, ein Stückchen Atlantik und die Küste von Marokko, abends leuchten die Lichter von Tanger Ville bis hier rüber. Was ist also im Leben wirklich wichtig?

Ich habe meine Antwort gefunden!

Shownotes:

->Text und Fotos von Tobias

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3 Antworten

  1. Servus Tobias,

    herzlichen Glückwunsch zu Deiner sehr gelungenen neuen Aufgabe. Ich bin zwar kein „Nomade“ aber zwischenzeitlich auch aus Brasilien, Südfrankreich, Italien und dem Freistaat Bayern arbeitend unterwegs.

    Was mich interessiert, wie bzw. in welchem Land bist Du, wenn überhaupt, steuerpflichtig? Denn Dein Lebensmittelpunkt ist ja sehr „variabel“?

    Viele liebe Grüße aktuell aus Bayern Dein ExSchwager Michi

    1. Servus Michi,

      ich habe Deine Nachricht garnicht gesehen bisher, deshalb etwas spät meine Antwort!

      Mein offizieller Wohnsitz ist in Deutschland und ich verbringe auch die meiste Zeit, mehr als 186 Tage hier. Auch meine Kunden sind zum Großteil in D. Somit führe ich hier auch derzeit meine Steuern ab.

      Das mag sich in Zukunft ändern, mal sehen, was das Leben so bringt. Aber in D nicht mehr steuerpflichtig zu sein, ist keine leicht Übung!

      Viele Grüße und bis bald,

      Tobias

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