Camper Nomads Portraits | André Christen

von | Jun 29, 2018 | Camper Nomads Portraits | 2 Kommentare

Camper Nomads Portraits | André Christen – Hallo, ich bin André Christen und alleine unterwegs als André-Anderswo.

Ich habe eine volljährige Tochter, die in Nordfriesland wohnt, wo ich bis April 2018 gelebt habe.

Ich bin 1971 geboren und am wunderschönen Kaiserstuhl (Baden) mit meinem Bruder bei meiner Mutter aufgewachsen.

Nach der Schulzeit habe ich eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann gemacht und danach erstmal den Zivildienst in einem Jugendtreff absolviert.

Bereits nach dem Zivildienst habe ich mich nebenberuflich mit der Organisation von Kinderfesten und Festen aller Art selbständig gemacht.

 

Der erste Neubeginn

1996 wurde mir das alles zu viel – Mitglied im Gemeinderat, ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit im Schwarzwaldverein und private Gründe führten dazu, dass ich Anfang 1997 meine Zelte in Süddeutschland abgebrochen habe und auch damals alleine nach Nordfriesland zog.

Dort begann ich dann eine Ausbildung zum Erzieher. Und wie es der Zufall will (ich glaube nicht wirklich an Zufälle), bekam ich gleich im Anschluss daran eine Stelle als freigestellter Leiter einer Kindertageseinrichtung mit insgesamt 110 Familien und ca. 20 MitarbeiterInnen.

Nach zehn Jahren habe ich mich 2011 beruflich noch einmal umorientiert und den Arbeitsplatz gewechselt. Diese Stelle war zur Hälfte in Freistellung und Begleitung des pädagogischen Personals und zur Hälfte habe ich aktiv in der Hausaufgabenbegleitung und im Nachmittagsprogramm an einer Betreuungseinrichtung in einer Grundschule gearbeitet.

 

Der Break – die innere Reise beginnt

Nach weiteren fünf Jahren dort bin ich im Jahr 2016 komplett ausgestiegen – gesundheitlich ging es mir nicht gut und ich brauchte eine lange Pause.

Während dieser Zeit wurde ich auf die Möglichkeit der Online-Arbeit und des ortsunabhängigen Lebens und Arbeitens aufmerksam. Ich habe an Online-Kongressen (Hier kannst du dich zum Camper Nomads Congress einschreiben!) teilgenommen, Webinare „besucht“, mich in Foren und Blogs erkundigt und ja, auch das ein oder andere eBook gekauft (die ich teilweise immer noch nicht durchgelesen habe).

Es wurde mir immer mehr bewusst, dass ich online durchstarten möchte. Also begann ich mein erstes Business vorzubereiten. Ich habe während meiner Zeit als Erzieher viele Weiterbildungen zur Elternbegleitung/-beratung durchlaufen und auch in diesen Gebieten gearbeitet. Da ich auch eigene Erfahrung im Bereich Trennung habe (ich bin selbst Scheidungskind und auch selbst geschieden) biete ich Elternberatung für Eltern in Trennung an – unter dem Motto: „Eltern bleiben trotz Trennung“.

 

Umwege führen „ins“ Wohnmobil

Da ich dafür den Gründungszuschuss der ARGE in Anspruch nehmen wollte, habe ich an einem zweiwöchigen Existenzgründerseminar der WAK in Flensburg teilgenommen. Das war schon sehr aufschlussreich und das anschließende 1:1 Coaching rundete alles ab. Leider wurde mir der Zuschuss nicht genehmigt und ich musste mal wieder einen Umweg gehen.

Ich habe mich dann für eine Online-Weiterbildung als Web Developer entschieden und diese nach sechs Monaten erfolgreich abgeschlossen.

Während dieser Zeit kristallisierte sich immer mehr der Wunsch heraus, nicht nur online zu arbeiten, sondern dies ebenfalls ortsunabhängig zu tun.

Da ich schon längere Zeit ein Wohnmobil habe, sollte die Umsetzung nicht allzu schwer sein. Mit Camping im weitesten Sinne kenne ich mich ganz gut aus. Seit 2005 bin ich aktiver Camper, angefangen mit einem Camplet (Zeltanhänger) über Festcamping und Reisewohnwagen hin zum Wohnmobil mit 7,5 m Länge. Das dauerhafte Leben im Wohnmobil bringt aber sicherlich noch einmal ganz andere Herausforderungen mit sich.

Nachdem nun klar war, dass ich es mit der Selbständigkeit weiter versuchen möchte, war es eine einfache Rechnung – entweder mehr verdienen (um Wohnung und Wohnmobil finanzieren zu können) oder Fixkosten senken. So war die Idee geboren, die Wohnung aufzugeben und komplett in mein Wohnmobil zu ziehen, um fortan darin zu arbeiten und ortsunabhängig leben zu können.

Die einzige Hürde war und ist wohl die innige Bindung zu meiner Tochter. Während ich dies hier schreibe, bin ich noch nicht mal eine Woche unterwegs und sie fehlt mir schon unendlich – ich werde sehen, was die Zeit bringt und wie es weiter geht.

 

Das Business

Nun versuche ich, als virtueller Assistent meine Erfahrungen aus der kaufmännischen Ausbildung (Office-Tätigkeiten etc.) und der Weiterbildung als Web Developer „an den Mann/die Frau“ zu bekommen. Zudem werde ich als Elternberater Eltern zum Thema „Eltern bleiben trotz Trennung“ begleiten.

Ich versuche, mir den Tag gut zu strukturieren. Nach einem ausgiebigen Frühstück starte ich in den Arbeitstag und versuche,zwei bis drei Stunden konzentriert zu arbeiten. Meistens geht es dann raus zum Spaziergang oder ich drehe mit dem Rad eine Runde. Nach dem Abendessen kommt meine zweite intensive Arbeitsphase – ich war schon immer eher die Nachteule und kann gut bis nach Mitternacht arbeiten. Das war auch ein entscheidender Grund keinen 9-5-Job mehr zu machen. Ich teile mir die Zeit selbst ein, und wenn es mal mehr zu tun gibt, auch gut. Ich arbeite wirklich gerne, aber eben in meinem Rhythmus und das tut mir bereits jetzt sehr gut.

Ich hoffe, dass ich bald Einnahmen generieren kann, die mein mobiles Leben & Arbeiten weiter ermöglichen. Reserven habe ich nur aus dem Verkauf meiner Möbel etc. und das wird bald aufgebraucht sein. Ich bin aber zuversichtlich, dass es weiter geht – wichtig war mir, einfach zu starten. Ein „Aber“ oder ein „Wenn“ ist leicht zu finden – ich weiß aber, dass ich über diese Schwelle bereits getreten bin und mein Weg mich stetig weiter bringen wird …

 

Meine besten drei Learnings

… auch wenn es oft gesagt wird, ich kann es nur bestätigen: ANFANGEN – egal womit, fange einfach an! Der erste Schritt ist vielleicht noch etwas wackelig, es wird aber stetig weitergehen, dessen bin ich mir sicher!

… da ich weiß, wie schwierig es ist, mit dem Druck umzugehen, dass die finanziellen Reserven nicht lange ausreichen, würde ich jedem raten – wenn irgendwie möglich – die ersten sechs Monate „safe“ zu haben. Das ist bei mir nicht der Fall und wirft mich doch zeitweise etwas aus der Bahn.

… denke darüber nach, was du wirklich willst und was deine Leidenschaft ist. Bei mir ist dies sicherlich, anderen helfen zu wollen, ob nun als Berater oder als Assistent – ich bin eben gerne für andere Menschen da, um sie – wo auch immer – zu unterstützen (das war schon damals bei der ersten Selbständigkeit so).

 

In diesem Sinne hoffe ich, dass du aus meiner Geschichte etwas herausziehen kannst und freue mich auf eine Nachricht von dir.

 

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Ich freue mich auf dich bei andre-anderswo

 

Herzlichst

André

2 Kommentare

  1. Eine tolle Geschichte!

    Ich habe André bereits auf Facebook, bei seinem Einzug ins Wohnmobil, begleiten dürfen. Hab mich mit ihm gefreut, aber auch gelitten, als z.B. ein Käufer für die Möbel abgesprungen ist.

    Ich wünsche André, dass er beruflich/finanziell bald gut weiterkommt und sein freies Leben gut auf die Beine stellen kann. Irgendwie und Irgendwo geht es immer weiter…

    Und spätestens, wenn die Gesundheit leidet, dann sollte man die Reisleine ziehen.

    Liebe Grüße

    Bianca

    Antworten
  2. Hallo Bianca, Danke für deine Worte.
    Ja genau … wie sagte meine Oma immer … ‚und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her‘.
    Ich bin zuversichtlich, und werde die Steine aus dem Weg räumen oder überspringen.
    Das Leben ist so schön.
    Danke, dass du dabei bist 😍.
    Herzliche Grüße – André

    Antworten

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