Einstieg zum Thema Preisfindung / den eigenen Preis finden

von | Mai 21, 2019 | Podcast | 0 Kommentare

Vorwort

Mit der heutigen Folge möchte ich einen kurzen und kleinen Einblick bzw. Grundgedanken zu dem doch recht umfangreichen Thema der Preisfindung geben. Wir werden auf dieses Thema sicherlich nochmals eingehen.

Insbesondere wenn man in die Selbstständigkeit startet, stellt man sich recht schnell die Frage „Welchen Preis kann ich dafür verlangen“. Oder „Mit welchem Stundenlohn soll ich rechnen?“ oder „welchen Stundenlohn kann/darf/ soll ich denn verlangen“. Die Formulierung dieser Frage kennt wahrscheinlich jeder in irgendeiner anderen Art und Weise.

Man muss nicht immer zuerst zu einem Steuerberater gehen und sich umfassend informieren lassen. Man kann es für den ersten Start auch mal etwas lockerer angehen. Ganz ohne Bürokratischen Aufwand.

 

50% Regel als grobe Richtschnur

Mir selbst hat mal ein Unternehmer gesagt, er rechnet auch heute noch mit 50%. Sprich, wenn er 1000€ auf eine Rechnung schreibt, rechnet er nach allen möglichen Abgaben und Rücklagen damit, das ihm ca. 500€ netto übrig bleiben. Hier sind jedoch keine Ausgaben wie Miete, Strom, Wasser, Kredite fürs Eigenheim, etc eingerechnet. Es bezieht sich letztlich auf die geschäftlichen Ausgaben wie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Einkommenssteuer, Betriebsausgaben und dann noch den Posten der Krankenkasse, usw. Und ich muss sagen das ist ein Wert mit dem man sehr für den Anfang gut rechnen kann.
Wenn Du also am Ende ein Nettogehalt von 3000€ für Dich auf Deinem Privatkonto haben möchtest, musst Du also 4000€ Einnahmen generieren. Bei 4000€ netto sind es summa summarum eben 8000€ an Einnahmen.

 

Der nächste große und wichtige Punkt ist die Arbeitszeit

Hier darf man auf keinen Fall mit der Arbeitszeit als angestellter rechnen. Als Angestellter wird dir deine Arbeit vorgegeben. Du musst dich um nichts kümmern, außer darum das du die Arbeit erledigst. Als Selbständiger musst du Dinge wie Buchhaltung, Kundenqauise, Angebote schreiben, Fortbildung etc. selbst machen. Hinzu kommen noch Urlaubstage, Feiertage, Krankheit usw. Somit sinkt die Zeit, die du letztlich aktiv für einen Kunden arbeitest drastisch. Und diese Zeit muss letztlich auch bezahlt sein. Du wirst nie 40h / Woche produktiv am Stück nur an einem Projekt sitzen. Und wenn doch, dann schiebt sich der ganze Overhead einfach nur nach hinten. Die Rechnung musst du trotzdem irgendwann mal schreiben.
Die tatsächliche produktive Zeit liegt unbestätigten Angaben nach bei bis zu 70% maximal 80%. Ich selbst rechne hier auch immer mit der 50% Regel. Ausgehend von einer 40 Stunden Woche, rechne ich somit mit 20 Stunden reiner Arbeitszeit pro Woche, welche ich in Rechnung stellen kann. Dies entspricht somit 80 Stunden pro Monat, welche ich Kunden in Rechnung stellen könnte.

 

Berechnung Stundenlohn

Möchte man nun seine angepeilten 2000€ pro Monat erreichen, muss man 4000€ den Kunden in Rechnung stellen. Da ich mit 80 Stunden produktive Zeit rechne, kann ich nun den Stundenlohn ausrechnen: 4000€/80h = 50€/h

 

Mindset

Ein sehr wichtiger Punkt ist die eigene Einstellung. Es ist unabdingbar, dass du dein Mindest dahingehend entwickelt, dass ein Stundenlohn von mindestens 50 Euro absolut gerechtfertigt ist. Wenn nicht sogar absoluten Minimum. Du bist kein Angestellter mehr, du bist Selbstständig. Das, was du an Wert bzw. Lösung liefert hat einen Wert. Auch hier gilt letztlich das Sprichwort „Was nichts kostet, ist nichts wert“. Natürlich wirst Du auch ein „Nein, das ist zu teuer zu hören bekommen“. Aber jedes Nein bringt dich Deinem Ziel näher.
Mir selbst hat einmal jemand gesagt das er mit mir nicht zusammenarbeitet, weil ich zu günstig bin und meine Preise nicht den Wert der Tätigkeit widerspiegelt und auch nicht in Relation zum Produktpreis steht.

 

Ausnahmen

Natürlich kommt es darauf an, was du kannst, was du anbietest und wie gut du darin bist. So kann man immer noch schauen, ob ein eventueller Job einem selbst vielleicht eine enorme Weiterbildung verschafft, die man ansonsten bezahlen müsste. Auch kann man insbesondere beim Start schauen ggf. einen Kompromiss einzugehen. Mit Kompromiss meine ich jedoch nicht, sich plötzlich für die Hälfte oder dergleichen zu verkaufen. Wenn, dann eher eine Art Kennenlern-Angebot mit begrenztem Kontingent. Diese Begrenzung ist wichtig, damit du direkt klar machst, das der Normalpreis höher ist und du diesen auch verlangen wirst.
Auch kommt es natürlich auf die Fachkenntnisse und damit verbunden dein Tätigkeitsfeld an. Ohne jetzt Berufsgruppen schlecht machen zu wollen, aber als Kassiererin in einem Supermarkt, mit 50€ Stundenlohn aufschlagen zu wollen, ist sicherlich nicht machbar.
Leider ist es auch so das sich viele Leute in einen Preiskampf begeben und somit die Preisspirale nach unten drücken. Das schadet letztlich vielen Berufsgruppen.

Schlusswort

Das war nun ein kleiner Abriss bzw. ein ganz grober Einstieg wie man an das Thema des eigenen Preises rangehen kann. Das ist kein ausgeklügelter und detaillierter Plan. ich wollte hiermit lediglich eine einfache Möglichkeit aufzeigen wie man sich eine „Hausnummer“ für den eigenen Preis setzen kann. Denn viele verkaufen sich deutlich unter Preis. Und später einfach mal so den Preis zu verdoppeln ist gerade bei Bestandskunden nicht gerade einfache.

 

Wie eingangs erwähnt werden wir dieses Thema sicherlich nochmals bearbeiten und durchkauen.

LG Dominic

 

 

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