Clever campen: Die besten Stellplätze und Alternativen

stellplätze

Dies ist eines der wichtigsten Themen für uns im Camper Lebende und deshalb möchte ich diesem hier entsprechend Raum schenken. Wenn du eher eine Liste für Stellplätze und Alternativen lesen möchtest, schau mal weiter unten.  

Beim Thema Stellplätze scheiden sich oft die Geister und in entsprechenden Facebook-Gruppen gehen die Diskussionen oft sehr heiß her und die Emotionen kochen hoch. Wir möchten hier weder mit dem erhobenen Zeigefinger sprechen, noch die Gemüter weiter anheizen. Es geht hier um die verschiedenen Möglichkeiten, mit unseren mobilen Heimen zu stehen und zu übernachten.

Der größte Knackpunkt bei den Diskussionen ist das Freistehen bzw. das Wildcamping, am besten in der unberührten Natur. Allein das ist schon ein Gegensatz, denn sobald wir mit Fahrzeugen in der Natur stehen, ist diese nicht mehr unberührt.

Es gibt inzwischen so viele Alternativen und nicht nur entweder Campingplätze oder mitten irgendwo in der schönen Natur stehen. Wo stehst du am liebsten und warum?

Stellplätze und unsere Verantwortung

Es ist kein Geheimnis, dass Reisen mit dem Camper spätestens seit 2020 enorm boomt. Allerdings brachte dies nicht nur glückliche Wohnmobilverkäufer*innen und Campingplatzbetreiber*innen mit sich, sondern deutschland- und europaweit auch sehr viele Probleme mit – sagen wir mal – unerfahrenen Freistehern.  Und natürlich liegt es schlichtweg auch an der Masse der Camper, wovon wir selbst Teil sind, die sich dann teilweise in Gruppen an bestimmten Hotspots aufhalten.  

Würden sich alle etwas verantwortungsvoller verhalten und nicht die meisten nur am Meer stehen oder am See, würden nicht so viele schöne Plätze in der Masse geschlossen werden.  

Es ist absolut nachvollziehbar, dass viele am liebsten in der Natur irgendwo am Waldrand, am Wasser, in den Bergen etc. stehen.

Doch haben wir uns wirklich bewusst gemacht, was wir damit anrichten? Es geht nicht nur darum, dass man auf fremden Eigentum steht und vielleicht keine Gelegenheit hatte zu fragen, ob man dort über Nacht bleiben kann. Sondern es geht darum dass wir die Natur erobern noch weiter als wir sie als Menscheit bereits erobert haben.  

Das heißt, je tiefer wir in die Natur hineinfahren mit unseren Fahrzeugen und damit den Boden, die Insekten und so weiter beeinflussen, bringen wir das Gleichgewicht, was die Natur sich geschaffen, ins Wanken. Das ist uns oft nicht bewusst.  

Aber versuchen wir es doch mal aus Perspektive der Natur zu sehen.  Ist das wirklich fair? Oder nehmen wir uns da ein bisschen zu viel heraus?  

Wenn dies ein Einzelner tut, dann ist das für die Natur auf jeden Fall noch zu stemmen. Häuft sich das allerdings, kann die Natur das irgendwann nicht mehr ausgleichen dann hat sie keine Chance sich zu erholen und wir greifen in immer mehr Fläche ein, die wir doch im Grunde so lieben.  

Auf wessen Kosten geht das Ganze? Zuallererst auf die Natur auf die Flora und Fauna, aber langfristig gesehen auch auf unsere Kosten.  

Und damit meine ich nicht (nur) gesperrte Plätze und mehr Verbotsschilder, sondern auch weniger frische Luft und sonstige Konsequenzen, die es hat, mit Fahrzeugen in der Natur zu bleiben. 

Die Frage ist nun, wie gehen wir alle damit um? 

Was können wir konkret tun?

Etwas weniger Egoismus und nicht nur daran denken, wo man selbst am ruhigsten steht und möglichst allein ist.  

Wir sollten langfristig denken und auch an die, die nach uns kommen und an unsere Umwelt.  

Wenn wir irgendwo auf fremdes Grundstück fahren und dort den Unmut des Landwirts auf uns ziehen, wirft das kein gutes Bild auf die Camper im Allgemeinen. Und dann muss man noch nicht einmal Müll hinterlassen, sondern man betritt bzw. befährt einfach fremde Grundstücke.  

Genauso ist es oft mit Pachtjägern (habe mich mit einigen unterhalten), die das vielleicht tolerieren, allerdings Probleme haben, wenn Camper Hunde dabei haben. Sind diese Hunde nicht an der Leine und es ist gerade Brutzeit oder ähnliches, kann das für Rehkitze oder andere Tierkinder gefährlich werden. Natürlich sind nicht nur Camper daran schuld, sondern auch alle anderen Hundebesitzer*innen, die das nicht beachten.  

Die wichtigsten Punkte sind demnach verantwortungsvolles Handeln, Respekt gegenüber Umwelt und Natur, gegenseitige Rücksichtnahme, weniger Egoismus. 

Lasst uns langfristig denken und überlegen, welche alternativen Stellplätze es für uns gibt.  

Und ob wir eventuell bereit sind, Kompromisse einzugehen und die Natur nutzen um uns z. B. tagsüber am Strand oder bei einem Spaziergang im Wald aufzuhalten und nachts und für die Übernachtung besser Plätze aufzusuchen, die eine gute Alternative oder einen guten Kompromiss bieten.

Was könnten dies für Plätze sein? 

Es gibt mittlerweile bereits Alternativen zu offiziellen Stellplätzen oder Campingplätzen, Stichwort “Landvergnügen”. Auch immer mehr private Camperfreunde bieten Platz auf ihren Grundstücken an.  

sonstiges leben und arbeiten im camper, stellplätze

Apps und Portale für (private) Stellplätze

Sonstige Alternativen: 

Vorher fragen/anmelden: 

  • Kunden 
  • Wanderparkplätze mit Schutzhütte 
  • Grillhütten 
  • Sportplätze 
  • Reitvereine 
  • Wassersportvereine 
  • Winzer/Bauern 
  • Gruppen Stellplatz gegen Hand (FB) 

Sonstiges (Freistehen nur mit angemessenem Verhalten)

  • Google Maps 
  • Wanderparkplätze 
  • Unis 
  • Friedhöfe 
  • Gewerbegebiet 
  • Wohngebiet 

Wenn du beim Freistehen folgende Punkte beachtest, hilft das nicht nur der Natur und dir, sondern uns allen und denen, die nach uns kommen 🙂 

  • Bedenke, dass Fahrzeuge in der Natur ebenso Reifenabrieb verursachen. Das bedeutet Mikroplastik und schadet der Natur.  
  • Selbstverständlich ist es, kein Campingverhalten zu zeigen. Also keine Tische/Stühle/Markise raus, keine Keile, und, wenn man es genau nimmt, auch keine geöffneten seitlich ausstellbaren Fenster.  
  • Deinen Müll nimmst du natürlich mit und wenn du welchen in deiner Umgebung siehst, sammle auch diesen ein und entsorge ihn bei der nächsten Gelegenheit. 

Ich möchte dazu einen Teil aus dem grünen Camping Manifest von Elisa von takeanadVANture zitieren.

Rücksichtnahme 

Ich hinterlasse keine Spuren und verlasse Orte sauberer, als ich sie vorgefunden habe – als Teil meiner Wertschätzung dieser Freiheit gegenüber. Ich achte und ehre die Natur und zerstöre sie nicht, indem ich meine aktuellen Bedürfnisse über ihren Schutz stelle. Mein größter Respekt gilt dabei Fauna und Flora und den Mitmenschen in meiner Umgebung. Stellplätze wähle ich weise und logisch, ich verhalte mich so, wie ich gerne wahrgenommen werden möchte.

Fazit

Als Fazit würde ich gern das Zitat aus Elisas grünem Camping Manifest stehenlassen – das fasst es sehr gut zusammen.
Mich interessiert natürlich, wie und wo du mit deinem Camper stehst. Erzähl es uns doch gern in den Kommentaren. Und vielleicht hast du ja noch mehr Ideen oder Plattformen, die hier noch nicht aufgeführt sind? Dann lass uns das ebenfalls gern wissen 🙂

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