Mobiles Arbeiten im Wohnmobil – unser Camper Office im Vollzeit-Vanlife

camper office

Zum Thema mobiles Büro und Camper Office haben wir hier bereits einen umfangreichen Blogartikel geschrieben.

André und ich nehmen euch in dieser Podcastfolge nun einmal direkt in unsere Camper Offices mit und stellen euch unsere Setups ausführlich vor. Welche Ausstattung nutzen wir aktuell? Wie sieht unser Wunsch-Arbeitsplatz aus? Was sind unsere individuellen Faktoren für ein gutes Arbeiten im Camper Office?

Außerdem sprechen wir über die Unterschiede zwischen “Home Office” und “mobilem Arbeiten” und haben für die Zahlenmenschen auch noch ein paar Statistiken im Gepäck.

Unterschiede zwischen Homeoffice und mobilem Arbeiten

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, doch aus rechtlicher Sicht bestehen klare Unterschiede zwischen den beiden Arbeitsplatzkonzepten:

  1. Definierter Arbeitsort im Homeoffice: Im Homeoffice ist der Arbeitsort eindeutig auf das eigene Zuhause beschränkt. Gesetzlich wird Homeoffice auch als Telearbeit bezeichnet. Laut der Arbeitsstättenverordnung ist der Arbeitgeber im Homeoffice dazu verpflichtet, den Mitarbeitern neben der notwendigen technischen Ausstattung wie Laptop oder Bildschirm auch eine vollständige Büroausstattung zur Verfügung zu stellen.
  2. Ortsflexibles Arbeiten beim mobilen Arbeiten: Mobiles Arbeiten umfasst hingegen sämtliche Formen des ortsflexiblen Arbeitens. Die Arbeit kann von verschiedenen Orten aus erfolgen, wie dem Wohnzimmer, einem Coworking Space, einem Café oder auch während Dienst- und Geschäftsreisen. Obwohl die Bereitstellung von Arbeitsgeräten für Arbeitnehmer empfohlen wird, ist dies keine zwingende Regel.

Statistiken zum Thema Home Office und mobiles Arbeiten

Nach dem Corona-Krisenjahr 2020 erholte sich die Wirtschaft trotz anhaltender Pandemie im Jahr 2021 stetig. Die Möglichkeit des Homeoffice wurde und wird auch in den Jahren 2021 und 2022 in vielen Wirtschaftssektoren genutzt, am stärksten im Dienstleistungssektor. In der Gesamtwirtschaft lag der Anteil der Beschäftigten, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten, im Dezember 2022 noch bei rund 25 Prozent. Im Dienstleistungssektor summierte sich dieser Anteil im Dezember auf 36,1 Prozent.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1260179/umfrage/beschaeftigte-im-homeoffice-nach-sektoren/ 

Homeoffice und mobiles Arbeiten bieten sich besonders für Büroarbeiten an, die auch mit Telefon und Laptop erledigt werden können. Im Zuge der Corona-Pandemie schickte eine Vielzahl an Unternehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice, um die Ausbreitung des Virus zu verringern und den Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Während vor der Krise vier Prozent der Beschäftigten von zu Hause aus arbeiteten, waren es im ersten Lockdown im April 2020 rund 30 Prozent. Die Corona-Pandemie scheint zwar überwunden, das Homeoffice als flexibles Arbeitsmodell blieb jedoch auch bei sinkenden Infektionszahlen etabliert. Im Rahmen einer Umfrage aus dem August 2022 gaben nur 29 Prozent der Befragten an, eine Anwesenheitspflicht im Büro als bindende Arbeitsregelung in ihrem Unternehmen zu haben. In Zeiten des Fachkräftemangels können flexible Arbeitsmodelle die Entscheidung für ein Unternehmen durchaus positiv beeinflussen.
https://de.statista.com/themen/6093/homeoffice/#topicOverview 

In einer im Sommer 2022 durchgeführten Umfrage, die von Initiative D21 in Auftrag gegeben wurde, gaben 38 Prozent der Befragten an, dass sie Telearbeit, Homeoffice oder mobiles Arbeiten bei ihrer derzeitigen Tätigkeit zumindest teilweise nutzen. Die Personen, die keine Möglichkeit des flexiblen Arbeitens nutzen, wurden weiter nach den Gründen für die Nichtnutzung befragt: 66 Prozent der Befragten, die Telearbeit, Homeoffice oder mobiles Arbeiten nicht nutzen, gaben an, dass es in ihrem Beruf nicht möglich ist, von den genannten Arbeitsweisen Gebrauch zu machen. 15 Prozent gaben an, dass es in ihren Unternehmen nicht möglich ist.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1191928/umfrage/umfrage-zur-nutzung-von-homeoffice-nach-position-der-angestellten/ 

“Normales” Büro vs. Camper Office

Was ist anders im Camper zw. beim Arbeiten unterwegs? Welche Herausforderungen gibt es? Wir haben hier einmal stichpunktartig die Dinge notiert, die uns dazu eingefallen sind.

  • wechselnde Umgebung
  • somit wechselnder Internetempfang und
  • unterschiedliche Geräuschsituationen
  • Ablenkungen (andere Menschen/Umgebung)
  • wetterabhängiger, insbesondere im Sommer
  • Strom ist nicht unbedingt immer (unendlich) verfügbar
  • nimmt mehr Zeit in Anspruch, da man sich um Ressourcen wie Strom, Heizung etc. kümmern muss und
  • ggf. das Büro immer auf- und abbaut
camper office, arbeiten im wohnmobil
Foto: André

Arbeiten im Wohnmobil – Das ist unser jeweiliges Camper Office

André: Laptopständer, externe Tastatur/Maus, externes Mikro / Mikro”hals”, externe Webcam, In-Ear-Kopfhörer, Router (Antennen noch in Test), Aufbaubatterien, Solar, 12V-Steckdosen, kleiner Wechselrichter (als Fallback)

Anja: Notebook, Laptopständer, Tastatur, Maus, externes Mikro, “Hosentaschenrouter”, Solar, Lithiumbatterie, (Standheizung), keine Stand-Klimaanlage, Landstromanschluss, Wechselrichter, Ladebooster, Kopfhörer (Noise Cancelling)

Die wichtigsten Faktoren für ein gutes Arbeiten im Camper Office

Was ist uns beim Arbeiten im Wohnmobil besonders wichtig? Welche Faktoren tragen zu einem guten Arbeiten unterwegs bei? Da dies immer sehr unterschiedlich ist, hier mal ein Einblick in unsere Prioritäten neben einer stabilen Internetverbindung 😉

André: schöne Aussicht, Natur (Ruhe), Flexibilität super (Rastplatz für Kurzfristiges/”Notfall”)

Anja: Ruhe, keine Ablenkung, ausreichend Strom, guter Arbeitsplatz (Ergonomie)

Unser optimaler/Wunsch-Arbeitsplatz

André hätte gern noch einen Steharbeitsplatz zum Wechseln, einen zweiten Monitor und findet außerdem diesen aufklappbaren Tisch inkl. Monitor ziemlich spannend als mobiles Office.

Ich liebe es, sowohl im Sitzen als auch im Stehen zu arbeiten, mag ganz gern einen Tisch, der große genug ist und im besten Fall höhenverstellbar. Außerdem habe ich inzwischen auch einen Zweit-Monitor schätzen gelernt.

Tipp: Hier noch Hinweise zum Thema Datensicherung, die uns spontan während des Gesprächs eingefallen sind:

  • bei Remote Work: Datenschutzrichtlinien des Unternehmens einhalten
  • VPNs fürs Ausland und auch zur Verschlüsselung von Daten nutzen
  • Cloud-Systeme, eigene Server, externe Festplatten zur Datensicherung

Fazit

Natürlich setzt jede:r andere Prioritäten beim Arbeiten, egal, ob unterwegs, im Home Office oder in einem festen Büro. André und ich sind uns da sicherlich recht ähnlich, daher freuen wir uns natürlich, wenn du uns deine eigenen Erfahrungen in den Kommentaren schilderst.

Grundsätzlich brauchen wir zum Arbeiten im Wohnmobil aber auf jeden Fall stabiles Internet, ausreichend Strom und einen Tisch.

Wenn du wissen möchtest, wie andere ihr Camper Office eingerichtet haben, dann schau dir doch mal unsere Mini-Konferenz dazu an.

Blogartikel: https://campernomads.net/mobiles-buero/
CNXperts “Das autarke mobile Büro!: https://www.youtube.com/watch?v=pGKze2MvK7g&list=PLFuxiOaZpCmKlFs3hVm4MZz7ZSx4bO87D&index=3&t=23s
Community: https://campernomads.net/community/
Website André: https://andre-anderswo.de/
Instagram André: https://www.instagram.com/andreanderswo/

Möchtest du deine Erfahrungen “on the road” mit der Community teilen? Oder hast du noch Fragen zu diesem Thema? Dann kommentiere das gern hier gern direkt darunter oder schreib uns an podcast@campernomads.net.

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